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Ein paar Daten zu unserem "Oldi"
Volvo Amazon 133GT
Baujahr 1969
Motor B20 Doppelvergaser SU HS6
Hubraum 1954 ccm Leistung 74 kW / 101 PS bei 5500 U/min
Getriebe M40
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Länge 4440 mm Breite 1630 mm Höhe 1505 mm
Der Volvo Amazon 133GT ist eine extrem seltene und sportliche Variante der legendären 120er-Serie
(Baureihen 120/130), die gegen Ende der Amazon‑Produktion angeboten wurde. Er gilt oft als der
"unbekannte Bruder" des berühmten 123GT und wurde speziell für den Benelux-Markt produziert.
Während der 123GT weltweit bekannt ist, wurde der 133GT in deutlich geringeren Stückzahlen
gefertigt und gilt heute als absolute Rarität unter Sammlern. Das Modell für das Jahr 1969 ist mit
dem robusten B20-Motor ausgestattet und leistet dank SU-Doppelvergaser rund 100 bis 118 PS.

Wie alles begann ...
auf der Suche nach einem Amazon neuesten Baujahrs fand ich einen in den Niederlanden,
also haben sich meine Frau und ich auf den Weg gemacht.
Die Besichtigung hatte schon einige Mängel an der Karosserie zu Tage gebracht, war nicht anders zu erwarten, aber besser als das was wir zuvor gesehen hatten.
Der Zustand der Technik war richtig gut.
Der kalte Motor sprang gut an und lief sauber und stramm am Gas, Kupplung, Getriebe sowie die Bremse arbeiteten auch sehr gut.
Somit haben wir ihn gekauft - Juli 2019.
Wir haben dann vor Ort ein Überführungskennzeichen bekommen, das geht dort von jetzt auf gleich, welches sogar ein paar Wochen gültig war.
Die Fahrt über die Autobahn brachte eine interessante erste Erkenntnis,
mit dem Oldie bekommt man fast immer Vorfahrt.
Nun ging es an die Planung des Projektes den Oldtimer zu restaurieren.
Zunächst musste die Ummeldung geschehen,
dafür musste er zum TÜV,
dafür musste erst einiges geschweißt werden.
Der linke Schweller, innen und außen mit Bodenblech sowie das Heckteil unten und die Ersatzradmulde, und dann gleich richtig.
Nun noch den Hohlraum versiegeln und Rost- und Unterbodenschutz,
zum Lackierer - Fertig.
Ab zum TÜV, da lief alles sehr gut.
Nun war er endlich angekommen - November 2019.
Wie alles begann ... Teil 2
als in der Garage wieder erträgliche Temperaturen herrschten, war die Technik an der Reihe.
Die ganz große Inspektion mit allem was dazu gehört und mehr.
Ölwechsel für Motor, Getriebe und Hinterachsdifferenzial, sowie Lenkgetriebe.
Fürs Getriebe hieß es, aufgrund von Undichtigkeit, komplett zerlegen, zudem erhielt es einen überholten Getriebedeckel mit neuer Buchse für den Schalthebel.
Der Motor hat vorne wie hinten Simmerringe für die Kurbelwelle erhalten, raus mit den Filzdichtungen, dabei habe ich auch gleich ein Loch in die Ölwanne gebohrt, um dort einen Temperaturgeber für die Öltemperaturanzeige einzuschrauben.
Gleich mit ersetzt das Mittellager der Kardanwelle, es musste ausgetauscht werden, weil es schlug.
Auch Bremsklötze, Bremsbacken und Bremsflüssigkeit erneuert, interessant hierbei die Zweikreisbremsanlage mit seiner besonderen Entlüftungstechnik.
Zudem wurden noch Sicherheitsgurte vorn - fransig, die langen Gurtschlösser in kurze, Tankgeber - unzuverlässig, Scheinwerfer - Bilux zu H4, Rücklichter - rissig und Ventildeckel - weil schöner, getauscht.
Im Frühjahr 2020 angekommen, war es an der Zeit zu fahren, das hat richtig Spaß gemacht.
Nun ging es weiter ...
Nach einiger Zeit machte sich weiterer Verschleiß bemerkbar, so wurde es Zeit jetzt mal die Bremsscheiben und Bremstrommeln zu tauschen.
Auch was mich schon lange störte, die alten teils chaotische verlegten Bremsleitungen - wurde wohl schon mal erneuert - sahen zudem sehr alt aus.
Also raus mit alten Leitungen und Schläuchen, auch die Bremskraftregler für die Hinterachse habe ich gleich mit erneuert.
Ich kann sagen, dass die Arbeit am Amazon genauso viel Spaß macht wie das fahren und wenn man den "Alten", wie er von uns liebevoll genannt wird, nicht ganz still legt um in einem Zuge alles rein zu bekommen, bekommt man eine gute Mischung.
Ab und an muss man aber doch damit leben, dass das "alte" Material unverhofft aussteigt, meistens wenn man nicht mit rechnet.
Aber seien wir mal ehrlich, dass ist bei neuen Autos nicht anders, nur das es da meist die Elektronik ist.
So stellten sich irgendwann Undichtigkeiten an Kühler und Tank ein,
eine Reparatur beider wäre teurer als ein Neuteil gewesen , so habe ich sie ersetzt.
Mit dem neuen Kühler habe ich auch gleich den immer mitlaufende starren Lüfter gegen zwei elektrische Lüfter ausgetauscht.
Anmerkung zum Tank: Erst der dritte passte. Bei den ersten beiden war der Einfüllstutzen soweit nach oben angewinkelt angeschweißt, dass sie nicht montiert werden konnten. Ein korrigieren, unter Wärme nach unten biegen, war mir zu riskant. Das erste mal, dass ein Teil das nicht "Original by Volvo" ist (Made in Taiwan) nicht passt.
Es gab noch genug zu tun ...
Mittlerweile haben wir diverse Dichtungen ausgetauscht, die Dreiecksausstellfenster erneuert, Türtechnik überholt, diverser Kleinkram geht auch immer. Auch die Sitze haben wir komplett neu gepolstert und bezogen, hinten 3 Punkt Automatik Sicherheitsgurte verbaut, eine Mittelkonsole konstruiert und verbaut – die im Handel erhältliche passte wegen dem Lüftungs-/Heizungskanal der auf dem Kardantunnel verbaut ist und hinten für Frischluft bzw. Wärme sorgt nicht, die originale Uhr hat damit auch ihren Platz bekommen.
Anmerkung zum Dreiecksfenster:
der kleine Rahmen ist original
vernietet, statt dessen habe ich Buchschrauben verwendet,
diese Verbindung bekommt man nicht nur einfacher
auseinander, sie ist auch schonender.
Einen weiteren Fortschritt gab es mit dem Einbau der Hochleistungszündanlage.
Dem 123ignition-Verteiler
der Hochleistungszündspule und den
Hochleistungszündkabeln von Pertronix.
Seit dem wird mit 40.000 Volt gezündet⚡😊
Damit wurde auch das nächste
große Projekt eingeleitet.
Dazu später mehr.
Nebenbei, nur so aus reinem Interesse, ließ ich mal eine Achsvermessung machen oder war auf einen Bremsprüfstand, da ist es doch schön, wenn die Ergebnisse gut sind.
Ein weiteres großes Projekt ...
startete Ende 2023. Da habe ich dann mit der Planung für die Erneuerung und Erweiterung der elektrischen Anlage begonnen.
Die teils maroden und oxidierten, sowie laienhaft geflickten Kabel mussten neuen weichen, mehr Sicherungen und Relais waren ebenfalls notwendig.
So hielt ich es z. B. für sinnvoll Abblendlicht links und recht getrennt abzusichern, jeden Verbraucher bzw. Bereich einzeln abzusichern, Schalter durch Relais zu entlasten usw.
Diese Planung und dessen Ausführung war umfangreicher als alles bisher aber sehr interessant.
Im Frühjahr 2024 wurde dies dann umgesetzt.
Natürlich habe ich alles überarbeitet, was mir
in die Finger kam, was defekt war
wurde repariert - so weit möglich, wenn nicht
ersetzt - falls es zu bekommen war, oder selbst hergestellt.
Das Armaturenbrett habe ich umgestaltet.
Radioschacht raus Aschenbecher versetzt und Instrumente eingearbeitet.
Das Gestänge des Wischermotors eingesperrt ;-), war zu nah an den doch nun erheblich mehr an Kabeln, diese habe ich alle in einen Schlauch verpackt.
Den Fernlichtschalter, unten links im Fußraum,
habe ich durch ein spezielles Relais ersetzt,
das Fernlicht wird nun über den Hebel für die
Lichthupe betätigt.
Alles hier aufzuzählen würde zu viel werden.
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